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Was kostet eine Wohnungsauflösung?

Was kostet eine Wohnungsauflösung?

Was kostet eine Wohnungsauflösung?

Die Kosten einer Wohnungsauflösung ergeben sich aus dem tatsächlichen Räumvolumen, der Zugangssituation und dem Zustand, in dem die Wohnung zurückgegeben werden muss — ein pauschaler Betrag lässt sich seriös nicht nennen. Zwei Wohnungen derselben Größe können sich im Aufwand um ein Mehrfaches unterscheiden, weil die Quadratmeterzahl nichts darüber aussagt, wie viel darin steht, über wie viele Etagen es getragen wird und welcher Anteil kostenpflichtig entsorgt werden muss. Werthaltiger Hausrat wird eingeschätzt und gegengerechnet. Ein verbindliches, schriftliches Angebot erfolgt nach Besichtigung.

Welche Faktoren bestimmen den Preis?

Faktor Warum er den Preis beeinflusst
Räumvolumen in Kubikmetern Die eigentliche Rechengröße — sie bestimmt Arbeitszeit, Anzahl der Fahrten und Entsorgungsmenge
Zimmerzahl und Nebenflächen Keller, Dachboden, Abstellkammer, Balkon und Garage werden mitgeräumt, tauchen aber in keiner Wohnflächenangabe auf
Etage und Aufzug Ohne Aufzug wird jedes Möbelstück getragen; enge Treppenhäuser und Wendelaufgänge verlängern die Einsatzzeit spürbar
Stellfläche vor dem Haus Fehlt sie, wird eine Halteverbotszone beantragt und der Tragweg zum Fahrzeug wird länger
Entsorgungsanteil Sperrmüll, Elektro- und Kühlgeräte, Farben und Lösungsmittel werden getrennt und über zugelassene Annahmestellen kostenpflichtig abgegeben
Zustand der Räume Feuchtigkeit, starke Verschmutzung oder Geruchsbelastung erfordern zusätzliche Reinigung und Schutzmaßnahmen
Geschuldeter Rückgabezustand Besenrein, gereinigt oder mit Rückbau von Einbauten — der Mietvertrag entscheidet, wie weit die Arbeit reicht
Verwertbarer Anteil Was sich weiterverkaufen lässt, wird bewertet und mindert den zu zahlenden Betrag
Termindruck Kurze Fristen bis zur Schlüsselübergabe erfordern größere Kolonnen und mehr Fahrzeuge am selben Tag

Warum wird nach Volumen und nicht nach Quadratmetern gerechnet?

Weil bezahlt wird, was bewegt wird. Eine 70 Quadratmeter große Wohnung, die über dreißig Jahre bewohnt wurde, enthält regelmäßig ein Vielfaches dessen, was in einer gleich großen, kurz genutzten Wohnung steht — bei identischer Fläche. Erfasst wird deshalb bei der Besichtigung das geschätzte Volumen in Kubikmetern, aufgeteilt nach Fraktionen, weil jede Abfallart einen eigenen Entsorgungsweg und eigene Gebühren hat. Angaben, die allein aus der Wohnungsgröße abgeleitet werden, sind aus demselben Grund nicht belastbar und führen häufig zu Nachforderungen am Räumungstag.

Wie wird abgerechnet?

Abgerechnet wird nach Kubikmetern oder als Pauschale. Bei einzelnen Räumen und überschaubaren Mengen ist die Abrechnung nach Volumen üblich; bei einer vollständigen Wohnung wird meist ein Pauschalpreis gebildet, in dem Arbeitszeit, Fahrzeuge, Entsorgung und Nebenposten zusammengefasst sind. Belastbar ist beides nur, wenn die Bestandteile einzeln ausgewiesen sind:

Für Mieter, Erben und Vermieter in Gelsenkirchen und Umgebung ist damit schon vor dem Termin nachvollziehbar, woraus sich der Betrag zusammensetzt und welcher Posten bei einer Änderung des Umfangs entfällt.

Worin unterscheidet sich die Wohnungsauflösung von Entrümpelung und Haushaltsauflösung?

Der Unterschied liegt im Umfang und schlägt deshalb auf den Preis durch. Bei einer Entrümpelung wird ein abgegrenzter Bereich geräumt — ein Keller, ein Dachboden, ein einzelner Raum. Bei einer Wohnungsauflösung wird eine komplette Wohnung geräumt und in dem Zustand zurückgegeben, den der Mietvertrag vorsieht; hinzu kommen Sichtung von Unterlagen, Rückbau von Einbauten und die Übergabe an den Vermieter. Der Begriff Haushaltsauflösung wird weitgehend gleichbedeutend verwendet, betont aber die Verwertung des Hausstands und wird deshalb häufiger bei Eigentum und im Nachlass gebraucht. Wie sich die Kostenfaktoren dort darstellen, ist unter Was kostet eine Haushaltsauflösung? beschrieben.

Welche Posten kommen zusätzlich hinzu?

Gesondert kalkuliert werden regelmäßig:

Wie senkt werthaltiger Hausrat den Betrag?

Angerechnet wird, was sich weiterverkaufen lässt. Eingeschätzt werden bei der Besichtigung insbesondere Massivholzmöbel und Antiquitäten, funktionsfähige Elektro- und Haushaltsgeräte, Werkzeug und Maschinen, Musikinstrumente, Schmuck sowie Sammlungen. Der ermittelte Restwert wird mit den Räumungskosten verrechnet und getrennt im Angebot ausgewiesen; bei ausgesprochen werthaltigem Bestand kann er einen erheblichen Teil des Betrags decken. Pauschal beziffern lässt sich das nicht, weil es allein vom konkreten Inventar abhängt — deshalb gehört die Bewertung in die Besichtigung und nicht in eine Ferneinschätzung.

Welche Rolle spielt die Kündigungsfrist?

Eine erhebliche, denn die Miete läuft bis zum Ende des Mietverhältnisses weiter. Wird die Räumung erst spät angesetzt, entsteht eine Doppelbelastung aus laufender Miete und bereits bezogener neuer Wohnung oder Heimkosten; wird sie zu knapp vor der Übergabe angesetzt, steigt der Aufwand durch den Termindruck. Sinnvoll ist deshalb ein Termin mit einigen Tagen Abstand zur Schlüsselübergabe, damit Nacharbeiten, Restentsorgung und Reinigung ohne Eile möglich bleiben. Persönliche Unterlagen, Ausweise, Versicherungsscheine und Fotos werden vor der Räumung gesichert.

Wer trägt die Kosten?

Getragen werden die Kosten von demjenigen, der zur Räumung verpflichtet ist — das ist im Regelfall der Mieter selbst oder, nach einem Todesfall, der Erbe, der mit der Annahme des Erbes in den Mietvertrag eintritt. Beim Umzug ins Pflegeheim bleibt der bisherige Mieter Vertragspartner, sodass die Auflösung aus seinem Vermögen bezahlt wird. Der Vermieter trägt sie nur, wenn er selbst räumen lässt, und macht sie anschließend gegenüber Mieter oder Nachlass geltend. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Zahlungspflicht und Beauftragung: Wer den Auftrag erteilt, schuldet dem ausführenden Betrieb das Entgelt — unabhängig davon, wer im Innenverhältnis aufkommen muss. Ausführlich ist das unter Wer zahlt die Wohnungsauflösung nach einem Todesfall? dargestellt.

Wie entsteht ein belastbares Angebot?

Grundlage ist die Besichtigung. Erfasst werden dabei alle Räume einschließlich Keller, Dachboden und Nebenflächen, das geschätzte Volumen je Fraktion, die Zugangssituation mit Etage, Aufzug und Stellfläche, der verwertbare Bestand und der geschuldete Rückgabezustand. Festgehalten werden zudem der Termin und die Abgrenzung zu Arbeiten, die gesondert vergeben werden — etwa Malerarbeiten oder ein Bodenaustausch. Ein Angebot erfolgt nach Besichtigung — vor Ort oder anhand aussagekräftiger Fotos.

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