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Was ist eine Entrümpelung — und was bedeutet sie genau?

Was ist eine Entrümpelung — und was bedeutet sie genau?

Was ist eine Entrümpelung — und was bedeutet sie genau?

Als Entrümpelung wird das vollständige Ausräumen eines abgegrenzten Bereichs bezeichnet — eines Kellers, eines Dachbodens, einer Garage, eines Speichers oder eines einzelnen Zimmers — einschließlich Trennung und Entsorgung des Inhalts. Gemeint ist damit eine Teilräumung: Der Haushalt bleibt bestehen, nur der betroffene Bereich wird leergeräumt und im Regelfall besenrein übergeben. Abgetragen wird alles, was nicht ausdrücklich ausgenommen ist; verwertbarer Bestand wird vorher ausgesondert und eingeschätzt. Ein Angebot erfolgt nach Besichtigung.

Was gehört zu einer Entrümpelung?

Umfasst sind vier Arbeitsschritte, die im selben Termin zusammenfallen:

Schritt Was dabei geschieht
Sichtung Dokumente, Wertsachen und Erinnerungsstücke werden ausgesondert, bevor abgetragen wird
Räumung Der Bereich wird vollständig ausgeräumt, Möbel werden zerlegt und über Treppe oder Aufzug abtransportiert
Trennung Der Inhalt wird nach Fraktionen sortiert — Sperrmüll, Holz, Metall, Elektrogeräte, Sondermüll, Restmüll
Entsorgung Jede Fraktion wird über die zugelassene Annahmestelle abgegeben und über Wiegescheine nachgewiesen

Nicht enthalten sind Arbeiten, die über das Leerräumen hinausgehen: Malerarbeiten, der Austausch von Bodenbelägen, eine Schimmelsanierung oder eine Geruchsbehandlung werden gesondert vergeben und gehören einzeln ins Angebot.

Worin unterscheidet sich die Entrümpelung von Wohnungs- und Haushaltsauflösung?

Die drei Begriffe werden umgangssprachlich vermischt, bezeichnen aber unterschiedliche Umfänge:

Entrümpelung Wohnungsauflösung Haushaltsauflösung
Umfang ein abgegrenzter Bereich die komplette Wohnung der gesamte Hausstand
Haushalt danach bleibt bestehen wird aufgegeben wird aufgelöst
Typischer Anlass Platzbedarf, Verkauf, Übergabe eines Kellers Kündigung, Umzug, Todesfall Todesfall, Pflegeheim, Nachlass
Rückgabe an Vermieter meist nicht ja, nach Mietvertrag ja, sofern gemietet
Verwertung eher nebensächlich Teil der Kalkulation häufig prägend

Die Wohnungsauflösung endet mit der Rückgabe der Wohnung in dem Zustand, den der Mietvertrag vorsieht. Der Begriff Haushaltsauflösung wird weitgehend gleichbedeutend gebraucht, betont aber die Verwertung des Hausstands und wird deshalb häufiger bei Eigentum und im Nachlass verwendet. Die Entrümpelung ist die kleinste der drei Formen — sie kann für sich stehen oder als Teilschritt einer Auflösung anfallen.

Wann wird eine Entrümpelung nötig?

Die Anlässe sind überwiegend nüchtern:

Wie läuft eine Entrümpelung ab?

Abgearbeitet wird in fester Reihenfolge, weil jeder Schritt den nächsten trägt:

  1. Besichtigung — Volumen, Zugang, Fraktionen und der verwertbare Anteil werden erfasst
  2. Angebot — die Posten werden einzeln ausgewiesen, ebenso die Abgrenzung zu Arbeiten, die nicht enthalten sind
  3. Terminabstimmung — Zufahrt, Stellfläche und bei Bedarf eine Halteverbotszone werden vorbereitet
  4. Sicherung — Unterlagen, Ausweise, Fotos und Wertgegenstände werden vor der Räumung ausgesondert
  5. Räumung und Trennung — abgetragen, zerlegt, nach Fraktionen sortiert und verladen
  6. Entsorgung — Abgabe über zugelassene Annahmestellen, nachgewiesen über Wiegescheine
  7. Übergabe — besenrein, auf Wunsch mit gereinigter Übergabe als gesonderter Posten

Für Eigentümer, Mieter und Hausverwaltungen in Gelsenkirchen und Umgebung ist damit vor dem Termin absehbar, welcher Teil der Arbeit an welchem Tag anfällt und woran sich der Umfang später messen lässt.

Wovon hängen die Kosten ab?

Maßgeblich sind nicht die Quadratmeter, sondern das, was bewegt und entsorgt wird:

Die einzelnen Faktoren sind unter Was kostet eine Entrümpelung? ausführlich beschrieben. Ein pauschaler Betrag lässt sich seriös nicht nennen — ein Angebot erfolgt nach Besichtigung.

Was bedeutet besenrein?

Besenrein bedeutet geräumt und grob gereinigt. Der Bereich ist leer, lose Rückstände sind entfernt, die Böden sind gekehrt — mehr ist damit nicht geschuldet. Eine gereinigte Übergabe mit Sanitär, Fenstern und Bodenpflege, der Rückbau von Einbauküche, Laminat oder Regalen sowie eine Geruchsbehandlung sind eigene Posten und werden vorher vereinbart. Bei Mietobjekten entscheidet der Mietvertrag darüber, wie weit die Rückgabepflicht reicht; steht dort nichts Abweichendes, gilt besenrein als Maßstab.

Was passiert mit dem geräumten Inventar?

Aufgeteilt wird der Inhalt in drei Wege. Verwertbares — Massivholzmöbel, Antiquitäten, funktionsfähige Geräte, Werkzeug, Musikinstrumente — wird eingeschätzt und angerechnet. Brauchbares ohne Marktwert wird, soweit möglich, gespendet oder weitergegeben. Der Rest wird nach Fraktionen getrennt und über zugelassene Annahmestellen entsorgt, weil Elektroaltgeräte, Kühlgeräte, Farben, Lacke, Batterien und Leuchtstoffröhren nicht über den Sperrmüll laufen dürfen. Nachgewiesen wird die ordnungsgemäße Abgabe über Wiegescheine — sie sind zugleich der Beleg, den Vermieter, Erben und Hausverwaltungen zur Dokumentation benötigen.

Kann eine Entrümpelung selbst durchgeführt werden?

Möglich ist das bei kleinen, unbelasteten Mengen. Zu bedenken sind allerdings Containermiete und Stellgenehmigung, die Gebühren der Annahmestellen, die getrennte Abgabe von Elektro- und Sondermüll, der Transport sowie die Zeit, die eine vollständige Räumung tatsächlich bindet. Ungeeignet ist die Eigenleistung, sobald Schimmel, Feuchtigkeit, Ungeziefer oder starke Geruchsbelastung im Spiel sind, ebenso bei blockierten Zugängen und schweren Einbauten. In diesen Fällen wird mit Schutzausrüstung gearbeitet, und die Entsorgung folgt eigenen Regeln.

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